Wenn Zellen sich abnormal und unkontrolliert teilen, können sie eine Gewebemasse oder Wucherung bilden, die Tumor genannt wird. In Ihren Knochen bilden sich Knochentumore und diese Wucherung kann, während der Tumor wächst, das gesunde Gewebe verdrängen.

Sowohl Knochentumore als auch die Behandlungsmöglichkeiten zur Entfernung von Tumoren können das Knochenwachstum beeinträchtigen. Unterschiedliche Arten von Tumoren können in den Knochen und das Weichgewebe wachsen und zu Schmerzen, Hinken und einer Beinlängendifferenz führen, darunter:

  • Osteochondrom – Als häufigste Form von gutartigen Knochentumoren entstehen Osteochondrome bei Heranwachsenden und Teenagern. Sie entstehen häufig in der Nähe der Wachstumsenden von langen Knochen, wie den Arm- oder Beinknochen, was zur Beschädigung der Wachstumsfugen führen kann.
  • Osteosarkom – Als zweithäufigste Art der gutartigen Knochentumore entstehen Osteosarkome in der Regel in der Hüfte, der Schulter oder dem Knie. Diese Art von Tumor wächst rasch und neigt dazu, sich bis auf die Wachstumsfugen des Oberschenkel- und des Schienbeinknochens auszubreiten.
  • Fibröse Dysplasie – Eine Genmutation, die dazu führt, dass die Knochen fibrös und bruchanfällig werden. Die fibröse Dysplasie im Oberschenkelknochen kann zu Schmerzen, Hinken, Verkrümmung und Beinlängendifferenz führen.
  • Wilms-Tumor – Bei Kindern ist ein Wilms-Tumor ein Tumor der Nieren, der zur Gewebewucherung (Hypertrophie) in den unteren Extremitäten der gleichen Seite wie der tumorbefallenen Niere führen kann – und damit zu einer Verkürzung dieses Beins.
  • Enchondrom – Hierbei handelt es sich um knorpelige Zysten, die in das Knochenmark einwachsen und häufig mit der Krankheit Morbus Ollier in Zusammenhang stehen. Endochondrome in Arm und Oberschenkel können zu einer Differenz der Extremitätenlänge führen.